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Moderne Lügenmärchen entlarvt
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Die sieben Lügenmärchen von der Arbeit: ... und was Sie im Job wirklich erfolgreich macht (Gebundene Ausgabe) Nichts Neues eigentlich, möchte man meinen: Münchhausen schreibt Lügenmärchen! Nur: Diese stammen nicht aus vergangenen Jahrhunderten, und Kanonenkugeln kommen auch nicht vor (vom Cover mal abgesehen). Diese Märchen sind vielmehr hochaktuell, sie stammen aus der heutigen Arbeitswelt: Es sind die vielen alltäglichen Gedanken und Sprüche, mit denen wir uns häufig selbst in die Tasche lügen: Wenn die nächste Gehaltserhöhung kommt, wird mir die Arbeit wieder Spaß machen! - Mein Job reizt mich zwar nicht mehr, ist aber wenigstens sicher! - Lob? Ach was! Nicht geschimpft ist auch gelobt. In diesem Buch werden solche Lügen systematisch entlarvt. Das liest sich trotz der Fülle eingearbeiteten Materials, wovon ein umfassendes, nach Kapiteln sortiertes Literaturverzeichnis zeugt, leicht und flüssig. Dazu tragen nicht zuletzt die bewusst im antikisierenden Sprachstil gehaltenen sieben Kapiteleinleitungen bei, in denen ganz im Sinne des historischen Lügenbarons jeweils kräftig drauflosgelogen wird. Der Rest ist dann allerdings ganz im Schreibstile unserer Zeit gehalten und ernst gemeint. Kenntnisreich wird den Lügen auf den Leib gerückt, und zutage treten Erkenntnisse, die nicht völlig neu, dafür aber umso erhellender sind: Nein, die nächste Gehaltserhöhung wird mich auch nicht glücklicher machen (denn sie wird bald vergessen sein). Nein, ein leichter Job ist nicht unbedingt ein guter Job (denn letztlich fehlt mir bald die Herausforderung, die doch den eigentlichen Spaß an der Arbeit bringt). Diese wichtigen Schlussfolgerungen in einen schön verpackten, unterhaltsamen und pointierten Zusammenhang zu stellen, ist Münchhausens Verdienst ... jetzt muss man das dann nur noch im eigenen Arbeitsalltag umsetzen (auch daran wurde übrigens gedacht: Coaching-Tools runden jedes Kapitel ab). Fazit: Jedem Arbeitnehmer zu empfehlen! Auch auch die Führungskräfte sollten sich das Buch vornehmen ... hilft es ihnen doch, die Nöte und Sorgen des "Fußvolkes" ein wenig besser einzuordnen.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. Februar 2010 |