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Er war bei diesen Worten an das Städtchen gekommen, und bog hinein, um darin zu frühstücken. Als er in den Gasthof trat, schritt Emilie gerade von der Treppe herab. Sein scharfes Malerauge erkannte sie sogleich wieder; aber wie erstaunt war er über die Verwandlung, welche mit ihrer Gestalt vorgegangen war. In einer Art von komischem Entzücken ließ er seine Mappe fallen, kniete darauf, und rief, indem er die Arme gegen sie ausbreitete: Ave Maria! Wo ist Sanct Joseph, der Zimmermann? Sie machte große Augen, sagte: Sie sind wohl närrisch! und verschwand. Sterzing raffte sich auf, mit dem Entschlusse, diese herrliche Figur in einem von seinen Gemälden anzubringen. Er ging zur Wirthin, und erfuhr von ihr, daß der Baron verwundet im Hause sei und daß die Mamsell ihn pflege. Er wollte gleich zu seinem Freunde, die Wirthin hielt ihn aber zurück, und meinte, eine Ueberraschung möchte dem Kranken gefährlich seyn. Sie ging, um ihn anzumelden. Sterzing setzte sich hin, ließ sich Wein geben, und blätterte in seiner Mappe. Er hatte die Skizze von Maria und Joseph für den Baron mitgebracht, deren wir uns aus dem Anfange dieser Geschichte erinnern, und sah sie jetzt mit einem besonderen Vergnügen an; denn er hielt Emilien und Wernern für ein Paar, und betrachtete sich als den Gründer ihres Glückes. Voll von diesem Glauben betrat er das Krankenzimmer, in welches er durch die Wirthin beschieden wurde. Der Baron rief ihm entgegen: Wie in aller Welt kommt Ihr hieher? So möchte ich Euch fragen, versetzte Sterzing, wenn ich es nicht schon wüßte. Wer Teufel heißt Euch Euern hochfreiherrlichen Leib ins Gefecht mit Juden und Revolutionspack tragen? Das war mit Eurer Erlaubniß, eine kleine Sottise, mein lieber Baron. - Ich hätte es eben so gemacht, wenn ich ein Mann gewesen wäre! rief Emilie mit anmuthiger Kühnheit aus. - Bravo, sagte Sterzing - das wird ein Geschlecht von Helden geben. Der Baron fürchtete von der Unkunde des Malers eine verletzende Wendung des Gesprächs; er entfernte daher Emilien durch die Bitte, ihm etwas zu holen, und sagte dann: Sie sehen mich hier als Opfer einer doppelten Revolution. Die eine geht von unten nach oben; das Volk will die Privilegien der Großen vernichten, oder an sich reißen; ich weiß nicht, was in dem dunkeln Schooße der Zeit gährt. Dieser widersetzte ich mich meines Orts, und bekam dafür eine Kugel in die Schulter. Die andre geht von oben nach unten; die Großen möchten der Freiheit des Volks genießen, Bündnisse schließen mit den Töchtern der Bürger, und alle Standesbegriffe wegtilgen, so weit sie ihnen hinderlich sind. An dieser nahm ich selbst Theil, und bekam dafür einen Korb, der mir noch zu schaffen macht. Will Maria Sanct Joseph nicht haben? fragte Sterzing. Lassen Sie uns über einen so ernsten Gegenstand nicht witzeln, versetzte unser Freund. Gattinnen schenkt uns der Himmel, wenn er sie für uns fertig hat; ich vergaß das, und wollte mir selbst eine erziehn. Für diese Thorheit, und dafür, daß ich meine alte ehrwürdige Tante Jahre lang täuschte, vielleicht durch meine Täuschung Anlaß zu ihrem Tode gab, büße ich, und büße gerecht. Erwähnen Sie in Emiliens Gegenwart ja nichts von diesen Dingen; das edle Mädchen ist nur unter der Bedingung bei mir, daß hierüber gewissenhaftes Stillschweigen beobachtet wird. - Hm, hm, murmelte Sterzing; das ist hier ein kurioses Wesen, und ich komme vielleicht gerade zur rechten Zeit an. Der Kranke hätte ihn nun gern entfernt; denn er war in seinem jetzigen Zustande für Sterzings Laune nicht recht empfänglich. Er schlug ihm daher vor, nach dem Schlosse zu gehn, und dort einstweilen allein sich die Zeit zu vertreiben. Aber der Maler gehörte zu den Menschen, die innerlich kalt, bisweilen einen Anlauf zur Wärme und zur Empfindung nehmen, und dann in ihrer Bizarrerie verharren, welche sie für Vortrefflichkeit halten. Er schlug dem Baron rund ab, ihn zu verlassen. Ich wäre ein Ochs, und gehörte in ein Pottersches Viehstück - sagte er auf seine energische Weise, wenn ich jetzt von Euch ginge, mir bei Euch bene thäte, und meinen edeln hospes hier schmachten ließe. - Es war nichts mit ihm anzufangen; man mußte ihn gewähren lassen. Emilie hatte nun die doppelte Sorge, ihren Beschützer zu warten, und den unruhigen Gesellen von ihm abzuhalten, der mit seinen Späßen der Genesung eher hinderlich, als förderlich war. Es gelang ihr so ziemlich: Sterzing lief fast den ganzen Tag umher, bildete sich aber nichts desto weniger ein, daß er dem Baron die ersprießlichsten Dienste leiste, und einen unendlichen Edelmuth durch sein Verweilen zeige. Einmal kam Emilie zu ihrem Freunde und sagte: Was mag der wunderliche Mann nur mit seinen immerwährenden Anspielungen auf Maria und Joseph wollen? Sie sind mir unleidlich; Witzworte, deren Sinn ich nicht verstehe, erschrecken mich wie Gespenster; sie sind körperlos und graunhaft, gleich diesen. - Krankheiten geben dem Menschen eine gewisse Rücksichtslosigkeit. Werner erzählte ihr so freimüthig, als sie gefragt hatte, die Geschichte der frühern Tage, und reichte ihr des Malers Skizze, mit welcher er sich eben beschäftigt hatte. Emilie schauderte fast vor der seltsamen Zeichnung zurück und versank in tiefes Nachdenken. Es kam ihr sonderbar vor, daß Menschenwille und Geschick sich unsre unbewußtesten, einsamsten Momente wählen, um uns in ferne, kaum geahnete Kreise zu ziehn. Werner, da er ihren Ernst bemerkte, fragte sie: ob er sein Ehrenwort gebrochen habe? Nein, erwiederte sie erröthend; Sie sprachen von Dingen, welche vergangen sind. Gewiß Emilie - rief er - sie sind in jedem Sinne vergangen. Es ist Zeit, fuhr er mit schöner Herzlichkeit fort, daß ich einmal ganz meinen Busen Ihnen eröffne. Ich habe Ihnen durchaus entsagt; ich fühle im Grunde meiner Seele, daß ich Sie nicht verdiene zu besitzen. Mein innigster Wunsch ist nur, daß Sie an der Seite eines geliebten Mannes dereinst das Glück genießen mögen, dessen Sie fähig sind. Beste Emilie, lassen Sie mich etwas aussprechen, und nehmen Sie es gut auf. Schon lange bekümmerte mich die Sorge um Ihre künftige Existenz, und während meines jetzigen Siechthums ist ein Plan gereift, sie zu sichern. Ich habe vor, Ihnen die kleine Meierei am Strome, welche Sie so lieben, als Ihr Eigenthum zuschreiben zu lassen. Versagen Sie mir den Wunsch nicht, nehmen Sie das Gehöfte aus der Hand Ihres treusten Freundes an! O Gott! war Alles, was Emilie auf diese rechtschaffenen Worte vorbringen konnte. Ihr Herz im Busen stockte, sie schwankte in Ihr Zimmer, und fiel vor dem Sopha nieder, das Gesicht in die Kissen drängend. Lange lag sie so ohne deutliches Bewußtseyn. Dann durchdrang ein unabweisliches Gefühl ihre Brust, und rief ihr zu: daß sie Wernern liebe, daß sie ihn schon längst geliebt habe. Zugleich aber machte seine Ruhe, seine Fassung ihr schrecklich klar, daß er genesen sei von der Leidenschaft, daß er wirklich der Hoffnung entsagt, weil ihn der Wunsch verlassen habe. Sie rief den Himmel um Erleuchtung an in ihrem dunkeln Verhängniß, und der Himmel gab ihr diese Erleuchtung. Der Entschluß wuchs in ihr empor, den edelmüthigen Mann nie zu verlassen; sondern Zeit ihres Lebens bei ihm als treue Ratherin und Beschließerin auszuharren. Diesen Vortheil haben die Frauen in solchen Lagen über uns; sie dürfen sich einem opfern, und darin eine traurigfreundliche Beruhigung finden; uns vielfach Angesprochnen ist das versagt. Sie behauptete ihre Fassung, und ließ Niemanden gewahren, daß Welt und Zeit vor den getrübten Blicken zitterten. Ihre Kraft wurde durch die Bemühungen hervorgerufen, welche sie dem Maler entgegen zu setzen hatte, der nunmehr, geradehin gesagt, unausstehlich zu werden anfing. Er hatte mehrere hübsche Ansichten bei dem Städtchen aufgenommen, dann einige Karikatur=Gestalten, die ihm in den Straßen entgegen gelaufen waren, gezeichnet, und war jetzt ohne Beschäftigung, daher er die größte Langeweile zu fühlen begann. In diesem Zustande kam nichts seinem Mißbehagen und seiner Unruhe gleich. Quecksilbrig durchrannte er das ganze Haus, schlug die Thüren heftig zu, stürmte jeden Augenblick unerwartet ins Krankenzimmer, überschüttete Wernern mit einer Masse von barocken Einfällen, forderte sein Urtheil über abscheuliche Zerrgestalten, die er alle Tage zu Dutzenden fabricirte, und was dergleichen Ungereimtheiten mehr waren, welche den Kranken ganz verdrießlich machten. Emilie bat den Maler mehrmals höflich, doch nach dem Schlosse abzureisen; aber er blieb unbeweglich: denn er war so consequent in einer angefangnen Starrheit, als er inconsequent war, da wo es Ernst galt. Um ihn zu beschäftigen, und ihn einiger Maßen unschädlich zu machen, schlug ihm Emilie vor: er möchte insgeheim eine Composition machen und damit den Freund zu seiner Genesung überraschen; irgend etwas Bedeutendes, Charakteristisches müsse es seyn. Sterzing ergriff diese Idee mit allem Feuer. Ich will etwas liefern, rief er aus, was alle meine bisherigen Werke übertreffen soll. Man hat mich so oft getadelt, daß ich die Gattungen vermische; jetzt ist ein reiner, antiker, erhabner Sinn, wahrscheinlich durch die Langeweile dieses Orts in mir erweckt worden; und ich benutze diese Stimmung, welche leicht späterhin wieder verfliegen möchte, zu einer Schöpfung im großen Genre, die man nicht ohne gähnende Bewunderung und ohne bewunderndes Gähnen wird anschauen können. Ich male für unsern Baron, der auch so eine Art von Pygmalion ist, die Scene, wo dieser Künstler die Göttin bittet, die geliebte Statue für ihn zu beleben. Nun merken Sie aber, wodurch ich eine Situation hervorbringe. Die Statue ist ein Bild der Venus; der Meister darf daher vor ihr im Staube liegen, und sie selbst um sie selbst anflehn. O ein herrlicher Gedanke! Ich freue mich schon darüber, was mir Alles während der Arbeit noch einfallen wird. Sie, schönste Emilie, sollen mir als Modell dienen und die allerliebste, kalte Bildsäule vorstellen, was Ihnen nicht schwer fallen kann. Emilie hatte zwar bei sich viel gegen diesen Einfall einzuwenden, weil sie dessen Unschicklichkeit fühlte; indessen wußte sie schon, daß wenn man Sterzing in seinen Planen kreuzte, er nicht leicht anderweit wieder zu fixiren war. Sie ergab sich also, indem sie hoffte, die Ueberreichung des Bildes auf irgend eine Weise verhindern zu können, und bat ihn, um ihn ganz zu isoliren, daß er doch ja recht heimlich und recht fleißig seyn möge. So etwas brauchte man ihm aber nicht erst zu sagen, wenn ihn eine Composition ergriffen hatte. Er lebte und webte von nun an ganz in seinem Gedanken, lief nach Materialien und Vorrichtungen zu einem Gerüste umher, und war in den ersten zwei Tagen kaum sichtbar, so daß unser seltsames Paar sich einer wohlthuenden Einsamkeit überlassen fand. Emilie benutzte dieselbe zu einer Ausflucht nach dem Gute, indem sie Wernern unter der Obhut der freundlichen Wirthin zurückließ. Es war der schönste Herbsttag, sie konnte ihrem Pflegbefohlnen ein Körbchen der herrlichsten Obstarten und Trauben zu seiner Erquickung mit zurückbringen. Sie setzte ihm dasselbe auf sein Bett; er genoß die Früchte dankbar, und sprach: Für die Obstzucht auf Ihrem Gehöfte will ich ins Besondre sorgen, liebe Emilie; ich denke, Ihnen eine treffliche Baumschule anzulegen. In dem Augenblicke trat die Wirthin herein und rief froh: Es ist Friede! Sie legte die Zeitung auf den Tisch, aus welcher man ersah, daß das deutsche Republikenwesen in sein Nichts zurückgesunken war. Der Chirurgus kam, nahm den Verband ab, und erklärte Wernern für geheilt. Es war, als ob aller Segen heut Abend über ihn kommen sollte; er rief fröhlich aus: Wie sehne ich mich nach Luft und Licht, nach Bewegung und Freiheit! Wie wohl wird mir die Arbeit auf meinem Gute thun? Beste Emilie, Sie ahnen nicht, was es heißt, krank seyn; man vergißt alles Andre, wenn sich der Körper übel befindet. - Ach ja, dachte Emilie traurig, er hat Alles vergessen, auch seine Liebe. Obstbäume will er mir pflanzen; er mag nur für Cypressen sorgen; an einem Grab wird es vielleicht nicht mangeln! - Dann schalt sie diese weichlichen Gedanken, und beschloß, sich im Dulden zu bewähren. Aber ihr Busen war wie von tausend Messern zerschnitten. Als sie am andern Morgen sich kaum erhoben und angekleidet hatte, klopfte es leise an ihre Thür. Sie öffnete; Sterzing stand davor mit Crayon und blauem Papier. St! zischelte sie ihm zu - der Baron schläft noch. St! zischelte er nach - ich will Sie mäuschenstill abzeichnen. Was sollte sie thun! Sie mußte es sich wohl gefallen lassen. Leise machte sie die Thür des Krankenzimmers auf, um gleich zu hören, wenn Werner etwas verlangte. Dann stellte sie sich auf den Stuhl, den Sterzing zum Piedestal erhoben hatte. Er löste ihre Flechten, gab ihr mit Shawls eine Art von antiker Bekleidung, und brachte sie in die Attitüde der Venus Genitrix. Sich selber setzte er gegenüber, und fing an zu zeichnen. Kaum hatte er begonnen, als unser Freund von einem langen, balsamischen Schlummer erwachte. Er lag abgewendet von der Thür, die nach Emiliens Zimmer führte, und hielt sich in der Todtenstille, welche herschte, für ganz allein und unbelauscht. Das Fenster, zunächst seinem Bette, war aufgegangen, ein kühler Luftstrom spielte an seine Wangen, als wollte er ihm Grüße von draußen, von der schönen Natur bringen. Er sah in den blauen Himmel, in die gelbrothen Kronen der Bäume, und empfand ein unaussprechliches Wohlseyn, eine Gewißheit der Genesung. In solchen Momenten macht der Mensch seinem Drange durch Worte Raum. Auch Werner war zu beglückt, um stumm bleiben zu können. Dank euch, ihr himmlischen Mächte, rief er aus, daß ihr mich wiederhergestellt habt. Das Leben ist so schön, daß man dafür danken muß, selbst wenn es noch so viel geraubt, noch so oft getäuscht hat! Welche süße Hoffnungen sind mir zertrümmert! dennoch lebe ich und lebe gern. Im Nebenzimmer ging kein Wort von diesem Selbstgespräch verloren. Sterzing sah mit Schrecken, daß Emilie auf ihrem Stuhle unruhig wurde. Er fürchtete eine Störung der Session - ihm das Verhaßteste auf der Welt - und flüsterte kaum hörbar: Ruhig geblieben, er will von Ihnen nichts; er spricht mit dem lieben Gott; man darf keinen Menschen in der Andacht stören. Werner fuhr fort: du darfst es dir in dieser stillen Minute gestehn, daß du sie liebst, und ewig lieben wirst. Wo fändest du ihres Gleichen? Aber du hast ihr entsagt, und mußt dein Gelübde halten. Du wirst es halten können, wenn du sie selber glücklich siehst. Emilie glühte, wie eine Purpurrose. Auch Sterzing verließ der alte Spottgeist; die Sonderbarkeit dieser Situation überwältigte ihn. Er saß stumm da, und schabte mit einem verlegnen Gesichte ganz unmäßig an seiner schwarzen Kreide, bis er den Stift weggeschabt hatte. So bete ich denn nicht - rief Werner - Gott gib sie mir; sondern: Gott gib sie Einem, der ihr Wesen zu erkennen im Stande ist. Entzünde in ihrer Brust, o Natur, das heilige Feuer einer unsträflichen Liebe, und vollende, indem du ihre Seele beseelst, dein schönes Werk. Wie hätte ein armes Mädchen, dem das Feuer, von welchem die Rede war, bereits im Herzen glühte, bei so guten, dringenden Worten, wohl länger ein Bild von Stein darstellen können? Emilie warf hastig den Shawl ab, stürzte von ihrem Postament, flog in das Nebenzimmer, und warf sich, aufgelöst von gewaltiger Rührung, dem Freunde an die Brust. O Du - Himmel! war Alles, was sie schluchzend hervorbringen konnte. - Emilie! rief er außer sich - ist es möglich? liebst Du mich denn? - Wen sonst! sagte das Mädchen. Es ist ein Traum! sprach er. Es ist die Wahrheit! rief sie. Sie holte sich einen Stuhl, setzte sich neben dem Bette nieder, faßte mit ihren beiden Händen die seinigen, und sah ihn lange innig an. Da merkte er, daß es Wirklichkeit war, selige Wirklichkeit. Ach, wie ging das zu? fragte er. Ich weiß es nicht; versetzte das herrliche Mädchen mit einer züchtigen Freundlichkeit. Es ist, wie es ist; laß uns nicht grübeln. Du verdienst eine Gattin, Du bedarfst eine; Du littest, Du liebtest; seit ich das wußte, litt ich, liebte ich, war ich Dein, und will Dein bleiben bis in den Tod. Sterzing ließ sich sehen. Der Baron sagte freudig: Lieber Sterzing, hier sind zwei glückliche Menschen. Der Maler erwiederte trocken: Ich gratulire. Bei mir habt Ihr Euch zu bedanken; ich schüttelte Euch die reife Frucht vom Baume. Es heißt mit Recht: Solches müsset ihr uns lassen, Aber ich habe mein Blatt zerrissen; denn Ihr seid ein größerer Meister, als ich. Ich zeichne die Bildsäulen; Ihr macht sie lebendig, daß sie mir vom Stuhle springen; drum sollt Ihr bis zum jüngsten Tage heißen: der neue Pygmalion. |
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